Heiliger Johannes der Almosengeber

Festtag: 23. Januar

 

 

Johannes der Almosengeber war ein engagierter christlicher Edelmann. Er nutzte seinen Reichtum und seine Position, um armen Menschen zu helfen.

Nach dem Tod seiner Frau wurde Johannes Priester und Bischof. Im Jahr 608 wurde er zum Patriarchen von Alexandria, Ägypten, geweiht. Was konnten die Menschen von diesem Mann erwarten, der jetzt eine so wichtige Position innehatte? Der Heilige Johannes ging in seinen neuen Dienst, um die Spaltung seines Volkes zu heilen. Er verpflichtete sich, eine „Nächstenliebe ohne Grenzen“ zu praktizieren.

Einer der ersten Schritte, die er unternahm, war eine Liste von mehreren tausend Bedürftigen zu erstellen, die er besonders sorgfältig betreute. Als sie gezählt wurden, zählten die Armen von Alexandria 7.500. Der Heilige Johannes versprach, ihr persönlicher Beschützer zu sein. Er bezog sich immer auf die Armen als seine „Herren und Meister“ wegen ihres mächtigen Einflusses am Hofe des Allerhöchsten. Er half Menschen jeder Klasse, die in Not waren.

Er war ein Reformer, der die Simonie angriff, und bekämpfte Häresie durch Verbesserungen in der religiösen Erziehung. Er reorganisierte auch das System der Gewichte und Maße zugunsten der Armen und setzte der Korruption unter den Beamten ein Ende. Er erhöhte die Zahl der Kirchen in Alexandria von sieben auf siebzig.

 

Der Missionsdienst des Vitalis, eines Mönchs, der unter den Prostituierten der Stadt arbeitete, war eine bemerkenswerte Episode von Johannes Herrschaft. Es wurde angenommen, dass der Patriarch sich weise verhalten hatte, indem er diesen Mönch, der berüchtigt dafür war, den zwielichtigen Teil der Stadt zu besuchen, nicht bestraft hatte. Sein Urteil wurde erst nach dem Tod von Vitalis bestätigt, als die Geschichte von der Barmherzigkeitsmission bekannt wurde.

Als Patriarch verkündete der Heilige Johannes Gesetze und erließ Reformen. Er war respektvoll und freundlich, aber standhaft. Er bot zwei Tage jede Woche an, Mittwoch und Freitag, um für jeden verfügbar zu sein, der ihn sehen wollte. Leute stellten sich auf und warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Manche waren reich. Manche waren obdachlos und mittellos. Alle erhielten den gleichen Respekt und die gleiche Aufmerksamkeit. Als er herausfand, dass der Kirchenschatz achtzigtausend Goldstücke zählte, teilte er alles unter den Krankenhäusern und Klöstern auf. Er richtete ein System ein, damit arme Menschen ausreichend Geld und Mittel erhielten, um sich selbst zu unterstützen. Flüchtlinge aus den Nachbarregionen wurden herzlich aufgenommen. Nachdem die Perser Jerusalem geplündert hatten, sandte der heilige Johannes Geld und Nachschub an die leidenden Menschen. Er schickte sogar ägyptische Arbeiter, um beim Wiederaufbau der dortigen Kirchen zu helfen.

Wenn die Leute wissen wollten, wie der Heilige Johannes so karitativ und selbstlos sein konnte, hatte er eine erstaunliche Antwort. Als er noch sehr jung war, hatte er einen Traum oder eine Vision. Er sah ein schönes Mädchen und er erkannte, dass sie die „Nächstenliebe“ vertrat. Sie sagte zu ihm: „Ich bin die älteste Tochter des Königs. Wenn du mir ergeben bist, werde ich dich zu Jesus führen. Niemand ist so mächtig bei ihm wie ich. Erinnere dich, es war für mich, dass er ein Baby wurde um die Menschheit zu erlösen.“ Der Heilige Johannes wurde es nie müde, von dieser Vision zu erzählen. Er führte die Reichen sanft dazu, großzügig zu sein. Er half den Armen, darauf zu vertrauen, dass Gott immer für sie da sein würde.

Der Heilige Johannes starb am 11. November 619 friedlich. Wegen seiner großen Nächstenliebe wird er „Der Almosengeber“ genannt.

Besinnung:

Wie oft schließe ich die Augen vor den Bedürfnissen der Mensche, die um Hilfe schreien? Beachte ich ernsthaft Jesu Einladung, sich seiner Gegenwart in anderen bewusst zu sein?

Exerzitienzentrum Freudenstadt
Lindenstr. 18
72250 Freudenstadt
Telefon: +49 (0)7441 9125763

Anmeldung zum Newsletter

Besucher unserer neuen Homepage

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Exerzitienzentrum Freudenstadt